Wir sind zertifiziert nach:


 

Ricolza

Qualitätsmanagement


Die Bedeutung der Qualität bei Lebensmitteln hat in den letzten Jahren ständig zugenommen und wird in Zukunft ein wesentlicher Parameter bei der Bewertung und Beurteilung dieser Produkte sein. Eine hohe Qualität erfordert neben einem optimierten Herstellungs- bzw. Verarbeitungsprozess, dass der Qualitätsgedanke bereits bei der Rohstoffbeschaffung greift.

Wichtige Rohstoffe für Nahrungsmittel sind pflanzliche Produkte wie Getreide und Ölsaaten. Diese werden entweder direkt zu Lebensmitteln verarbeitet, wie zum Beispiel bei der Vermahlung von Getreide mit anschließender Verbackung zu Brot und anderen Backwaren. Alternativ dienen pflanzliche Produkte als Futtermittel für die Fleischproduktion und üben damit bereits erheblichen Einfluss auf die Fleischqualität aus.

Die Verwendung als Futtermittel rechtfertigt deshalb Anforderungen an die Qualität, vergleichbar zu Speisegetreide. Der in Holland geprägte Begriff „feed for food“ signalisiert, dass auch die Qualität von Futtergetreide und -Rohstoffe in die Qualitätssicherung einbezogen werden müssen. Ziel ist die Versorgung der Tiere mit hochwertigem, hygienisch einwandfreiem Futter, um die Qualität tierischer Produkte zu sichern.

Nach neuester Definition ist Getreide unmittelbar nach der Ernte als Lebensmittel zu definieren, sofern es als Mahl-, Brau- oder Schälgetreide für den menschlichen Verzehr bestimmt ist. Somit sind Maßnahmen zur Sicherung der Produktqualität und Produkthygiene bereits ab diesem Zeitpunkt vorzusehen.

Das Unternehmen Rickermann Landhandel GmbH mit seinen Erfassungseinrichtungen für Körnerfrüchte ist somit als wichtiges Glied in der Produktkette bei der Lebensmittelherstellung einzustufen. Mit der Erfassung von
Speise- und Futtergetreide erfolgt im Unternehmen ein direkter bzw. indirekter Umgang mit Rohstoffen für die Nahrungsmittelproduktion. Unser Unternehmen ist in dieser Kette als Bindeglied zwischen dem Erzeuger (Landwirt) und dem Verarbeiter (Mühle, Mälzerei, etc.) positioniert. Es hat die Aufgabe, Getreide und andere Körnerfrüchte vom Landwirt zu erfassen, aufzubereiten und gesund zu erhalten. Die Abgabe erfolgt nach Bedarf in die eigene Produktion oder an den Markt.

Mit Blick auf diese Funktionen wird die Einführung und Umsetzung eines Qualitätssicherungssystems zum Selbstverständnis. Unser Unternehmen erklärt sich grundsätzlich bereit, alle notwendigen Maßnahmen durchzuführen, die Voraussetzung für eine Zertifizierung nach dem QM-System (Qualitätsmanagement System) sind. Darüber hinaus wird die Pflege und Aktualisierung des QM-Standards zugesichert. In der Futtermittelindustrie wird hier vielfach das GMP System (Good Manufactoring Practice) gewählt.

Mit der Einführung und Umsetzung des GMP Standards haben wir die Bereitschaft erklärt, das Unternehmen von einem autorisierten Auditor verifizieren zu lassen. Einer Einsichtnahme in die betriebliche Umsetzung und in die entsprechenden Unterlagen durch Abnehmer oder durch Vertreter des pdv wird ausdrücklich zugestimmt.

Erfahren Sie mehr über unsere Qualitäts-Anforderungen an Lieferanten:




Handel und Genossenschaften (Keine Landwirte)

Bei Lieferanten muss ein Qualitätssicherungssystem vorliegen, das den hygienischen Umgang mit Rohstoffen zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Dieses muss in der PDV (Produktschaap vor Diervooder) gelistet sein.

Die Rückverfolgbarkeit der mit unserem Unternehmen gehandelten Waren muss über einen Zeitraum von 6 Monaten nachvollziehbar sein.

Die qualitätssichernden Maßnahmen sind so anzulegen, dass


  • bei der Erfassung, der Aufbereitung, der Lagerung und der Verladung keine Kontamination mit unerwünschten chemischen, biologischen oder physikalischen Stoffen bzw. Fremdkörpern erfolgt
  • die Funktion der Förder-, Bearbeitungs- und Lagereinrichtungen jederzeit sichergestellt ist
  • die technischen und baulichen Anlagen den Anforderungen an eine gute Handelspraxis und an die Hygienerichtlinien im Umgang mit Futtermittel entsprechen
  • sämtliche Behandlungs-, Reinigungs- und Dekontaminationsprozeduren bei der Produktion, Lagerung und dem Transport nachvollziehbar dokumentiert werden
  • die Erfassungs-, Bearbeitungs- und Lagereinrichtungen wirksam vor dem Zugang von Vögeln und anderen Schadtieren (bes. Nager) geschützt werden
  • die Kontrolle von kritischen Punkten sowie Lenkungsmaßnahmen bei auftretenden Problemen vorliegen und dokumentiert sind
  • die Zuständigkeiten für Hygienemaßnahmen klar geregelt sind und ein Ansprechpartner benannt werden kann.

Der Transport darf nur mit Spediteuren erfolgen, die eine Transporthygiene nach dem QM-Standard nachweisen können. Vor dem Beladen hat sich der Abgeber einen Nachweis darüber vorlegen zu lassen. Außerdem ist das Transportmittel vor dem Ladebeginn einer Sichtkontrolle zu unterziehen.

Bei Transporten mit eigenen Fahrzeugen des Lieferanten gilt:

Die Fahrer sind verpflichtet die Ladeflächen vor jeder Beladung auf Sauberkeit hin zu überprüfen und bei Bedarf zu reinigen. Angemessene Reinigungsabläufe müssen dokumentiert werden. Hygienische Bedingungen sind während des Transportes und Be- bzw. Entladens ständig beizubehalten. Vermischungen mit anderen Produkten und Verunreinigungen mit unerwünschten Stoffen sind zu vermeiden.

Während des Transportes ist das Eindringen von Regen oder verunreinigtem Wasser zu verhindern. Auch leere Laderäume müssen abgedeckt werden, um den Eintritt von Wasser oder Vogelkot zu unterbinden. Die verwendeten Abdeckplanen müssen sauber und trocken sein.

Vor Ladungsbeginn ist eine Außenreinigung des Fahrzeuges vorzunehmen.

Silozellen der Tankwagen sind vor jedem Produktwechsel, mind. jedoch monatlich durch Ausfegen zu reinigen. Die vollständige Entleerung der Zellen ist nach jedem Transportvorgang zu überprüfen.

Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten ist eine angemessene Codierung der Laderäume vorzunehmen. Die Art der Ladung, die Durchführung von Reinigungsabläufen sowie die Transportabfolge sind zu dokumentieren und im Fahrzeug mitzuführen. Nach Ende des Transportes sind diese Unterlagen in den Geschäftsräumen des Unternehmens mindestens zwei Jahre zu archivieren. Für die Reinigungsabläufe und Transportabfolgen gilt der GMP-Standard.



Anforderungen an unsere landwirtschaftlichen Lieferanten

Die Voraussetzung für einwandfreies Futtermittel ist eine fachgerechte Produktion und Ernte sowie der sachgemäße Umgang beim Transport und bei der Lagerung. Gültig für alle landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe, die Rohstoffe in unserem Betrieb anliefern.

Die Feldproduktion bei dem Landwirt hat nach guter fachlicher Praxis unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben - Bodenschutzgesetz, Pflanzenschutzgesetz, Pflanzenschutzmittel VO, Düngemittelgesetz, Düngemittel VO, jeweils gültige Fassung - zu erfolgen.

Darüber hinaus gilt:


  • eine Düngung der Felder mit Klärschlamm darf nicht erfolgen
  • der Verzicht auf bestimmte Maßnahmen, z. B. Einsatz von Wachstumsreglern, ist entsprechend dem Liefer- und Abnahmevertrag oder anderer Vereinbarungen einzuhalten.
  • beim Transport der Rohstoffe ist das Transportfahrzeug vorher gründlich, sofern notwendig mit Hochdruckreinigung, zu reinigen und bei Bedarf zu desinfizieren.
  • Risikomaterial, z. B. Stallmist, Tierkadaver, lebende Tiere, Metallspäne sind als Vorladung nicht erlaubt
  • bei Hoflagerung gelten die gleichen Anforderungen an die Hygiene und Gesunderhaltung der Rohstoffe wie bei professionellen Lagerhaltern
  • bei Hoflagerung ist ein Qualitätssicherungssystem zu etablieren und nachzuweisen